Das Forschungsprojekt Hermannova ist im Umfeld der Hermannstraße in Berlin-Neukölln angesiedelt. Wie kann die Neopopulismuswelle gestoppt werden? Wie kann Berlin von Bosnien lernen – und umgekehrt? Wie können brauchbare Policies für friedliches Zusammenleben entwickelt werden? Welche Rolle spielen Umwelt, Klimawandel, Spiritualität?

Das Forschungsprojekt Hermannova setzt sich mit den naturräumlichen, politischen, sozialen und technologischen Herausforderungen auseinander, die für unsere Wendezeit charakteristisch sind. In Hermannova steckt das Wort neu (nova): neu sind die digitalen Kommunikationskanäle und (Forschungs-)Plattformen, auf denen sich heute Öffentlichkeit zu weiten Teilen abbildet; damit verbunden und ebenfalls neu sind die massiven, neopopulistischen Bewegungen hin zu verklärten Vergangenheitsprojektionen und Geschichtsrevisionismus; neu müssen auch die Policies und Lösungen sein, die trotzdem auf der Grundlage praktischer, historisch erprobter Erfahrungen gefunden werden sollen. In Zeiten des Klimawandels müssen globale Verwobenheiten unbedingt eine zentrale Rolle spielen, traditionelle Rahmungen erweitert werden – auch in Forschungsansätzen. Deshalb verfolgt Hermannova einen innovativen Ansatz der Grounded Theory, der einen globalen sowie zwei unterschiedliche, lokale Sozialräume zusammenführt.

Über. Was können das kosmopolitische Berlin-Neukölln und das traditionelle Bosnien-Herzegowina voneinander lernen? Wie können wir superdiverse Nachbarschaften der Zukunft friedvoll und gewinnbringend gestalten?

Umsetzung. Um globale Perspektiven auf Klimawandel und Neopopulismus mit den lokalen Kontexten im urbanen Berlin und im ruralen Bosnien zu kombinieren, wird ein Mehr-Methoden-Ansatz verfolgt.

Identitäre Herausforderung. Der globale Neopopulismus ist ein grenzübergreifendes Phänomen, das starken Gebrauch von historischen Themen und Narrativen macht, die für kollektive identitäre Mobilisierungen genutzt werden. Für diesen Teil gibt es eine eigene Homepage.

Berlin. In diesem Teil des Forschungsprojekts dreht sich alles um das nördliche Neukölln rund um die Nord-Süd-Achse der Hermannstraße mit den anliegenden Kiezen zwischen Hermannplatz, Columbiadamm/Flughafenstraße, Rollbergkiez, Sonnenallee, Karl-Marx-Straße, Körnerkiez, Warthekiez, Schillerkiez, Hasenheide und Tempelhofer Feld. Charakteristisch für Nordneukölln ist seine gesellschaftliche „Superdiversität“.

Bosnien. Dieser Teilbereich des Forschungsprojekts handelt von Bosnien-Herzegowina im weiten und vom Tal der Krivaja zwischen den Gebirgszügen Konjuh und Zvijezda im engeren Sinn. Im Zentrum stehen die Gebräuche und vor allem Beziehungen aller Bevölkerungsgruppen zueinander, die zusammengenommen als erprobte Differenzgemeinschaft verstanden werden.

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